»Was? Nun?«

Der silberhaarige Kopf erhob sich von der Rückwand des Sessels, und die Hände griffen nach den Seitenlehnen.

»Ich kann nicht, Vater — ich darf nicht —«

Mit einem Ausdruck des staunenden Zornes blitzten ihn die grauen Augen an. Was? Er wird doch nicht sein Herz als Hindernis vorschieben? Er wäre Idealitätstölpel genug!

»Weshalb nicht?« donnerte Herr Joël senior.

»Ich bin nicht frei —!«

»Unsinn! Blödsinn! Was soll das heißen?!«

Magnus gewann seine Festigkeit wieder. Was er gethan, das wird er auch verantworten! — »Vater —« sagte er, und seine Stimme wankte nicht mehr — »Vater, ich weiß, was ich Euch angethan — aber es ist geschehen! — Ich bin nicht frei, ich bin — verheiratet!«

Das glattrasierte Antlitz des Alten verzerrte sich zu einem starren Entsetzen. Seine Hände griffen zitternd und hülflos tastend über die beiden Armlehnen.

»Lieber Vater — verzeih’ mir — ich konnte nicht anders! — Es war eine Ehrensache — die Betreffende war kompromittiert — sie liegt im Sterben — vielleicht ist sie schon tot — das Mitleid überwältigte mich — ich konnte nicht anders —«