(Morell.) Das war ich auch—vor einer Stunde.
(Vorhang)
ZWEITER AKT
(An demselben Tage, dasselbe Zimmer spät nachmittags. Der Stuhl für Morells Besucher steht wieder an dem Tisch, der womöglich noch unordentlicher aussiebt als vorhin. Marchbanks, allein und müßig, versucht herauszukriegen, wie die Schreibmaschine arbeitet. Er hört jemanden kommen und stiehlt sich schuldbewußt fort an das Fenster und tut so, als ob er in die Aussiebt versunken wäre. Proserpina Garnett tritt mit ihrem Notizblock ein, der das Stenogramm von Morells Briefen enthält. Sie setzt sich an die Schreibmaschine und will mit der Abschrift beginnen. Sie ist viel zu sehr beschäftigt, um Eugen zu bemerken. Unglücklicherweise versagt die erste Taste, auf die sie schlägt.)
(Proserpina.) Himmel! Sie haben sich mit der Maschine zu schaffen gemacht, Herr Marchbanks, und es hilft Ihnen nichts, wenn Sie auch noch so ein unschuldiges Gesicht aufsetzen.
(Marchbanks schüchtern:) Es tut mir sehr leid, Fräulein Garnett. Ich wollte nur zu schreiben versuchen.
(Proserpina.) Und dabei haben Sie diese Taste verdorben.
(Marchbanks ernst:) Ich versichere Ihnen, daß ich die Tasten nicht berührt habe. Wahrhaftig nicht. Ich habe nur ein kleines Rad gedreht. (Er zeigt unschlüssig auf die Kurbel.)
(Proserpina.) Oh, nun verstehe ich. (Sie bringt die Maschine in Ordnung und schwatzt dabei ununterbrochen:) Mir scheint, Sie dachten, es wäre eine Art Drehorgel. Man braucht nur die Kurbel da zu drehen, und die Maschine schreibt einem den schönsten Liebesbrief glatt aufs Papier, he?
(Marchbanks ernst:) Ich kann mir vorstellen, daß eine Maschine erfunden werden könnte, die Liebesbriefe schreibt.—Es sind ja immer dieselben, nicht wahr?