(Proserpina.) Dann—schweigen Sie.
(Marchbanks.) Jawohl, darauf läuft's immer hinaus, wir schweigen.
Unterdrückt das den Schrei Ihres Herzens—denn es schreit, nicht wahr?
Es muß, wenn Sie überhaupt ein Herz haben.
(Proserpina erhebt sich plötzlich und preßt ihre Hand aufs Herz.) Oh, es ist vergeblich, arbeiten zu wollen, während Sie so reden. (Sie verläßt ihren kleinen Tisch und setzt sich auf das Sofa. Ihre Gefühle sind heftig aufgewühlt.) Es kümmert Sie gar nichts, ob mein Herz schreit oder nicht, aber es ist mir so, als müßte ich nun doch über all das zu Ihnen sprechen.
(Marchbanks.) Das brauchen Sie nicht; ich weiß doch, daß es so ist.
(Proserpina.) Merken Sie sich: wenn Sie jemals behaupten sollten, daß ich derlei gesagt habe, dann werde ich es leugnen.
(Marchbanks mitleidig:) Ja, das weiß ich. Deshalb finden Sie auch nicht den Mut, es ihm zu sagen.
(Proserpina aufspringend:) Ihm?! Wem?!
(Marchbanks.) Wem es auch sei. Dem Manne, den Sie lieben. Irgend jemandem. Dem Unterpfarrer Herrn Mill vielleicht.
(Proserpina verachtungsvoll:) Herrn Mill? Wahrhaftig, das ist der rechte Mann, mir das Herz zu brechen. Da wären Sie mir noch lieber.
(Marchbanks zurückweichend:) Nein, wirklich! Es tut mit leid, aber daran dürfen Sie nicht denken. Ich—