(Burgess dem diese Erwiderung sehr gelegen kommt:) Hört, hört! Besser konnte er's ihm nicht geben! (Strahlend:) Da haben Sie es, Jakob! Ganz so ist es. (Candida trat ein, in einer reinen Schürze, mit einer geputzten und gefüllten, zum Anzünden fertigen Arbeitslampe. Sie stellt sie auf den Tisch neben Morell, damit er sie zur Hand hat.)

(Candida reibt ihre Fingerspitzen gegeneinander, mit einem leichten Krausziehen ihrer Nase:) Wenn Sie bei uns bleiben, Eugen, ich glaube, dann werde ich Ihnen das Füllen der Lampe übertragen.

(Marchbanks.) Ich werde überhaupt nur unter der Bedingung bleiben, daß
Sie mir alle grobe Arbeit übertragen.

(Candida.) Das ist zwar sehr galant, aber ich möchte doch vorher wissen, wie Sie sie machen. (Wendet sich zu Morell:) Jakob, du hast in meiner Abwesenheit nicht gehörig nach dem Rechten gesehen.

(Morell.) Was habe ich denn getan oder nicht getan, meine Liebe?

(Candida ernstlich ärgerlich:) Meine eigene kleine Lieblingsnagelbürste wurde zum Stiefelputzen verwendet. (Ein herzzerreißender Klagelaut entringt sich Marchbanks' Brust. Burgess sieht sich erstaunt um, Candida eilt ans Sofa:) Was ist los? Sind Sie krank, Eugen?

(Marchbanks.) Nein, nicht krank. Nur Jammer erfaßt mich, Jammer,
Jammer! (Er schlägt die Hände vor das Gesicht.)

(Burgess erschreckt:) Was haben Sie, Herr Marchbanks? Oh, das ist schlimm in Ihrem Alter; Sie müssen trachten, sich das Trinken nach und nach abzugewöhnen.

(Candida beruhigt:) Unsinn, Papa. Das ist nur poetischer Jammer.
Nicht wahr, Eugen? (Streichelt ihn.)

(Burgess verlegen:) Oh, poetischen Jammer hat er,—verzeihen Sie, das wußte ich nicht. (Er wendet sich wieder nach dem Feuer, seine Unüberlegtheit bereuend.)