(Proserpina.) Total verrückt! Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr er mich vorhin erschreckte—das kann ich Ihnen versichern, gerade bevor Sie kamen.—Haben Sie das merkwürdige Zeug, das er sprach, nicht gehört?

(Burgess.) So, das ist also der poetische Jammer? Potztausend, es ist mir selbst schon ein oder zweimal aufgefallen, daß es nicht ganz richtig mit ihm ist. (Er durchschreitet das Zimmer und hebt seine Stimme, während er geht:) Na, das ist ein hübsches Irrenhaus für einen Menschen, der außer Ihnen niemanden hat, sich um ihn zu kümmern.

(Proserpina während er bei ihr vorbeikommt:) Ja, wie fürchterlich wäre es, wenn Ihnen da etwas zustieße.

(Burgess hochmütig:) Erlauben Sie sich keine Bemerkungen! Sagen Sie Ihrem Prinzipal, daß ich in den Garten gegangen bin, meine Pfeife zu rauchen.

(Proserpina spottend:) Oh!—(Ehe Burgess erwidern kann, kehrt Morell zurück.)

(Burgess gefühlvoll:) Ich gehe in den Garten, meine Pfeife zu rauchen,
Jakob.

(Morell kurz angebunden:) Schon gut, schon gut! (Burgess geht würdevoll hinaus, wie ein müder alter Mann. Morell steht vor dem Tisch, wendet seine Papiere um und spricht zu Proserpina hinüber, halb humorvoll, halb geistesabwesend.)

(Morell.) Nun, Prossi, warum haben Sie meinen Schwiegervater mit
Schimpfnamen belegt?

(Proserpina wird feuerrot und sieht rasch zu ihm auf, halb vorwurfsvoll, halb erschrocken:) Ich—(Sie bricht in Tränen aus.)

(Morell lehnt sich mit leisem Humor zu ihr hinüber und tröstet sie:) Oh, lassen Sie, lassen Sie nur! es ist ja nichts dabei: er ist ein alter Schafskopf, nicht wahr? (Mit einem krampfhaften Schluchzen stürzt sie nach der Tür und verschwindet, die Tür zuschlagend. Morell schüttelt resigniert den Kopf, seufzt und geht müde an seinen Stuhl, wo er sich an die Arbeit setzt. Er sieht alt und vergrämt aus. Candida kommt herein; sie hat ihre häusliche Arbeit beendet und die Schürze abgenommen. Sie bemerkt sofort Morells niedergeschlagenes Aussehen, setzt sich ruhig auf den Besuchsstuhl und betrachtet ihn aufmerksam. Sie schweigt.)