„Hinaufgehen! Warum?“

„Ich — ich dachte — Sie möchten vielleicht einen Blick —“ Er beendete den Satz nicht, aber Trefusis zuckte zusammen. Das Zaudern hatte ihm gesagt, was der andere meinte.

„Ich soll etwas sehen, was einst Henrietta war, und was wir jetzt unter abergläubischer Mummerei hinausstoßen und verbergen müssen, um den Anschein der Frömmigkeit zu bewahren. Warum haben Sie mich daran erinnert?“

„Aber, mein Herr, was auch Ihre Ansichten sind, wollen Sie denn nicht, nur der Form halber und in Rücksicht auf die Gefühle der Familie —“

„Warum sparen sie nicht ihre Gefühle für die Lebenden? Ich habe mich deswegen oft genug vergebens an sie gewandt,“ schrie Trefusis und verlor seine Geduld. „Ich pfeife auf ihre Gefühle!“ Hiermit wandte er sich zur Türe und fand sie geöffnet. Mrs. Jansenius stand lauschend davor.

Trefusis war verwirrt. Er wußte, welchen Eindruck seine Worte machen mußten, und fühlte, es sei töricht, eine Entschuldigung oder Erklärung zu versuchen. Er steckte seine Hände in die Taschen, lehnte sich gegen den Tisch und sah sie schweigend an, wobei er gespannt war, was sie jetzt wohl tun werde.

Der Doktor brach das Schweigen und sagte zitternd: „Ich habe die betrübende Nachricht Mr. Trefusis mitgeteilt.“

„Hoffentlich haben Sie ihm auch gesagt,“ bemerkte sie streng, „daß, wie sehr es uns auch an Gefühl mangeln mag, wir doch für unser Kind alles taten, was in unsern Kräften lag.“

„Ich bin vollkommen befriedigt,“ sagte Trefusis.

„Ohne Zweifel sind Sie das — nämlich mit dem Resultat,“ sagte Mrs. Jansenius hart. „Ich wünsche zu wissen, ob Sie sich über etwas zu beklagen haben.“