„Wenn man ihnen einen Weg anbietet, werden sie erst recht unverschämt,“ sagte Lady Brandon zu ihrem Gatten. „Warum hast du ihnen überhaupt etwas versprochen? Sie würden es nicht für eine Beschwerde halten, wenn sie anderthalb oder auch zwanzig Meilen gehen müßten, um ein Wirtshaus zu erreichen, aber um zu ihrer Arbeit zu kommen, da halten sie einen Weg von einem Meter schon für etwas Schreckliches. Vielleicht hätten Sie es auch gern, wenn wir ihnen unseren Wagen liehen, um darin zu fahren.“
„Ich zweifle nicht, daß sie es gerne hätten,“ sagte Trefusis und sah sie freundlich an.
„Bitte, laß mich das in Ordnung bringen, Jane. Das ist kein Platz für dich. Begleite Erskine nach Hause, er muß sich hier —“
„Warum sorgt die Polizei nicht dafür, daß sie fortgehen?“ fragte Lady Brandon, die zu erregt war, um auf ihren Mann zu hören.
„Bitte, Jane, sei still. Was können drei Mann gegen dreißig oder vierzig ausrichten?“
„Sie sollten jemand als Exempel für die andern herausgreifen.“
„Sie haben sich in der artigsten Weise erboten, mich festzunehmen, wenn Sir Charles den Haftantrag stellt,“ sagte Trefusis.
„Nun also!“ sagte Lady Jane und wandte sich zu ihrem Gatten. „Warum läßt du ihn — oder sonst irgend jemand — denn nicht verhaften?“
„Du verstehst davon nichts,“ sagte Sir Charles mit dem quälenden Gefühl, sie mache ihn öffentlich lächerlich.
„Wenn du es nicht tun willst, will ich es tun,“ fuhr sie fort. „Diese Frechheit, auf unsern Grund und Boden einzubrechen und unsere neue Mauer einzureißen! Das wäre ja noch schöner, wenn die Leute mit fremdem Eigentum tun könnten, was sie wollten. Ich will die ganze Gesellschaft verhaften lassen.“