Diese wörtliche Zustimmung besänftigte sie nicht. „Ihr Benehmen war eines Mannes sehr unwürdig. Ich habe Ihnen das auch gesagt, und Sie konnten es nicht leugnen. Sie behaupteten, daß Sie — Sie behaupteten, Sie hätten Gefühle — Sie gaben sich Mühe, mir den Glauben daran beizubringen — Oh, was bin ich töricht, daß ich mit Ihnen rede. Sie wissen ganz gut, was ich meine.“
„Vollständig. Ich versuchte, Ihnen den Glauben beizubringen, daß ich Sie liebte. Woher wissen Sie, daß es nicht wahr war?“
Sie verschmähte es, zu antworten. Aber da er ruhig wartete, sagte sie: „Sie hatten kein Recht, in mich verliebt zu sein.“
„Das ist kein Beweis dagegen, daß ich es nicht doch war. Sehen Sie, Agatha, Sie gaben vor, mich zu lieben, und es lag Ihnen doch gar nichts an mir. Das sprachen Sie deutlich genug in jenem Unglücksbrief aus, den ich noch irgendwo zu Hause habe. Er ist quer durchgerissen, und die Spur von ihrem Absatz ist noch daran zu sehen. Das arme Mädchen muß ihn in ihrem Zorn mit Füßen getreten haben. So kann ich Ihnen also Ihre eigene Handschrift als Beweis zeigen, daß Sie mit mir gespielt haben, und Sie klagen mich — ohne jeden Beweis — an, ich hätte Sie getäuscht.“
„Sie sind klug und können alles verdrehen. Welch ein Vergnügen macht es Ihnen, mich zu quälen?“
„Ha!“ rief er in einem abgebrochenen, bitteren Lachen. „Ich weiß es nicht. Ich glaube, Sie behexen mich.“
Agatha gab keine Antwort und ging ruhig zu dem Ende des Gewächshauses, wo die andern auf sie warteten.
„Wo haben Sie gesteckt und was haben Sie die ganze Zeit über angefangen?“ fragte Jane, als Trefusis eilig hinter Agatha herkam. „Ich weiß nicht, wie Sie das nennen, ich nenne es einfach ungehörig.“
Sir Charles errötete über das schlechte Benehmen seiner Frau, und Trefusis erwiderte ruhig: „Wir haben die Orchideen bewundert und uns darüber unterhalten. Miß Wylie interessiert sich dafür.“