„Warum nicht?“
„Miß Lindsay fährt mit demselben Zug zur Stadt.“
„Um so besser, mein lieber Junge, um so besser. Sie sind doch jetzt nicht mehr eifersüchtig auf mich?“
„Sehen Sie, Trefusis. Ich weiß nicht und frage auch nicht, was zwischen Ihnen und Miß Lindsay vor sich gegangen ist. Aber Ihre Verlobung hat sie ganz aus der Fassung gebracht, und sie flieht nur deswegen nach London. Wenn Sie hört, daß Sie mit demselben Zug fahren, wird sie bis morgen warten, und ich glaube, der Aufschub würde ihr sehr unangenehm sein. Wollen Sie ihr auch diese Pein noch zufügen?“
Trefusis war augenscheinlich verwirrt und sah Erskine zweifelnd an, indem er einen Augenblick überlegte. „Ich glaube, Sie sind in dieser Sache auf einer falschen Fährte,“ sagte er. „Meine Beziehungen zu Miß Lindsay hatten nichts mit Gefühlen zu tun. Haben Sie ihr etwas gesagt — ich meine, in Ihrer eigenen Sache?“
„Ich habe über beide Angelegenheiten mit ihr gesprochen und weiß aus ihrem eigenen Munde, daß ich recht habe.“
Trefusis stieß einen leisen Pfiff aus.
„Es ist nicht das erstemal, daß ich in dieser Sache einen klaren Einblick gewann,“ sagte Erskine bezeichnend. „Bitte, behandeln Sie die Sache ernsthaft, Trefusis. Verzeihen Sie mir, wenn ich Ihnen offen sage, daß nur Ihr gänzlicher Mangel an Gefühl sie wegen der Art, wie Sie gegen sie gehandelt haben, entschuldigt.“
Trefusis lächelte. „Verzeihen Sie mir dafür meine Neugierde,“ sagte er. „Was antwortete sie Ihnen auf Ihren Antrag?“
Erskine zauderte und zeigte durch sein Benehmen, daß Trefusis nach seiner Ansicht kein Recht zu dieser Frage hatte. „Sie sagte gar nichts,“ antwortete er.