„Gott segne ihre Unschuld, sie weiß nicht, was man so einem Menschen wie mir geben muß? Aber ich will die junge Lady nicht bestehlen. Eine halbe Krone ist anständig genug bezahlt für den Gang, und eine halbe Krone will ich behalten, wenn es eure vornehme Gnaden gestatten. Aber die andern fünf Schillinge will ich Ihnen für sie anvertrauen. Haben Sie auch schon einmal ihr mutiges Wesen bemerkt?“

„Unsinn, mein Herr. Behalten Sie lieber das Geld, das Sie bekommen haben.“

„Was! Für fünf Schilling soll ich die hohe Meinung, die Eure Gnaden von mir haben, aufs Spiel setzen! Nein, teure Lady, das können Sie nicht von mir erwarten. Die letzten Worte meines seligen Vaters waren —“

„Sie erzählten doch vorhin, Sie wären ein Findling,“ sagte Fairholme. „Was soll man nun glauben, he!“

„Das war ich auch, Herr, aber nur von Mutters Seite. Eure Gnaden wollen bitte das Geld zurücknehmen, denn ich behalte es nicht. Ich gehöre mal zur niederen Klasse und bin daher kein Mann von Wort. Aber wenn ich schon einmal daran festhalte, halte ich auch wie Pech daran fest.“

„Nehmen Sie es,“ sagte Fairholme zu Miß Wilson. „Nehmen Sie es ruhig. Es war lächerlich, ihm für das, was er getan hatte, sieben und einen halben Schilling zu geben. Es würde ihn nur zum Trinken verleiten.“

„Seine Ehrwürden sagen die Wahrheit, Lady. Die eine halbe Krone hält mich vollständig betrunken bis Sonntag morgen, und mehr will ich gar nicht.“

„Zähmen Sie ein bißchen Ihre Zunge, mein Mann,“ sagte Fairholme, indem er ihm die beiden Silberstücke abnahm und sie Miß Wilson gab. Diese bot den Geistlichen guten Abend und ging unter dem Schirm zur Kutsche.

„Wenn Eure Gnaden einen gewandten Mann brauchen, um eine außergewöhnliche Arbeit zu besorgen, dann werden Sie hoffentlich an mich denken,“ sagte Smilasch, als sie den Hügel hinabgingen.

„Oh, Sie wissen, wer ich bin?“ fragte Miß Wilson trocken.