„Einige sagen, es kommt durch die Kinder, andere sagen, es kommt durch das Trinken, Miß,“ sagte der Mann demütig. „Aber so weit ich sehe, Familie oder nicht Familie, betrunken oder nicht betrunken, mit jedem Tag werden die Armen ärmer und die Reichen reicher.“
„Ist es nicht widerwärtig, wenn ein Mann eine so krasse Unwissenheit über die gehobene Lebenslage seiner Klasse verrät?“ fragte Smilasch, indem er sich an Miß Wilson wandte.
„Wenn Sie beabsichtigen, den Mann mit nach Hause zu nehmen,“ sagte sie und sah ihn scharf an, „dann tun Sie es am besten jetzt gleich.“
„Ich finde es gütig von Ihnen, daß Sie mich bitten, etwas zu tun. Früher waren Sie doch so erzürnt und sagten Mr. Wickens, ich sei die letzte Person in Lyvern, der Sie eine Arbeit anvertrauen würden.“
„Das sind Sie auch — die allerletzte Person. Warum trinken Sie Ihr Bier nicht?“
„Nicht weil ich Ihr Gebräu verachte, Lady. Aber ich bin nur ein gewöhnlicher Mann, und Wasser ist gut genug für mich.“
„Ich wünsche Ihnen gute Nacht, Miß,“ sagte der Mann. „Und ich danke auch vielmals wegen Beß und der Kinder.“
„Gute Nacht,“ sagte sie und ging an die Seite, um jede Begrüßung durch Smilasch zu vermeiden. Aber er trat zu ihr hin und sagte mit leiser Stimme, indem er wieder das Benehmen und den Ausdruck des Trefusis annahm:
„Gute Nacht, Miß Wilson. Sollten Sie jemals die Dienste eines Hundes, eines Mannes oder eines Hausingenieurs gebrauchen, dann erinnern Sie Smilasch an Beß und die Kinder, und er wird sofort zur Stelle sein.“
Sie öffneten vorsichtig die Türe und fanden, daß der Sturm, durch den Regen überwältigt, nachgelassen hatte. Miß Wilsons Kerze flackerte zwar in dem Zugwinde, aber sie wurde diesmal nicht ausgelöscht. Die beiden Frauen waren jetzt allein. Sie schlossen und verriegelten die Türe und lauschten auf die Fußtritte, die auf dem Kiesboden knirschten und langsam in dem gleichmäßigen Gießen des Regens erstarben.