Sie schmollte, seufzte und ergab sich schließlich seinem zärtlichen Drängen, wie ein Kind sich halb überreden, halb zwingen läßt, eine Medizin einzunehmen.
„Fühlst du dich jetzt besser und gemütlicher?“ fragte er.
„Nein,“ sagte sie und ärgerte sich, weil sie sich doch so fühlte.
„Dann werde ich noch etwas Kohlen auf das Feuer legen,“ sagte er munter, als ob sie ihm in herzlichster Weise zugestimmt hätte. „Und wir werden es so behaglich wie möglich haben. Mich ergreift eine milde Seligkeit, wenn du so neben mir am Feuer sitzt und ich weiß, daß du meine eigene Frau bist.“
„Ich wundere mich, wie du mir ins Gesicht sehen und so etwas sagen kannst,“ schrie sie.
„Ich würde mich über mich selbst wundern, wenn ich dir ins Gesicht sähe und etwas anderes sagte. Hafergrütze ist das beste Erfrischungsmittel. Die ganze Energie kommt wieder. So, jetzt sollst du einmal sehen, wie das Feuer brennt.“
„Ich glaubte nie, daß du falsch seist, Sidney, was du sonst auch für Fehler haben magst.“
„Da hast du recht, mein Lieb. Ich verstehe deine Gefühle. Mord, Diebstahl, Unmäßigkeit oder geringere Laster würdest du ertragen haben. Aber Falschheit kannst du nicht ausstehen.“
„Ich will fortgehen,“ sagte sie verzweifelt und brach von neuem in Tränen aus. „Ich will nicht verspottet und betrogen werden. Ich will barfuß gehen.“ Sie erhob sich und versuchte die Türe zu erreichen. Aber er hielt sie auf und sagte:
„Mein Lieb, da liegt etwas Ernsthaftes vor. Was ist es? Sei nicht böse über mich.“