(Leutnant.) Ich verstehe:—er könnte neidisch werden.

(Dame.) Sagen Sie ihm nichts anderes, als daß Sie entschlossen sind, meinen Bruder gefangenzunehmen oder bei dem Versuche zugrunde zu gehn. Er wird Ihnen nicht glauben wollen—dann werden Sie meinen Bruder vorführen…

(Leutnant unterbrechend, da er nun endlich das Komplott begreift:) Und ihn auslachen! Nein, was für eine gescheite kleine Frau Sie sind! (Rufend:) Giuseppe!

(Dame.) Sch! Kein Wort zu Giuseppe über mich! (sie legt ihren Finger auf die Lippen, er tut dasselbe; sie blicken einander warnend an; dann ändert sie mit einem entzückenden Lächeln die Gebärde dahin, daß sie ihm einen Kuß zuwirft, und läuft durch die innere Tür hinaus. Elektrisiert, bricht er in ein kicherndes Frohlocken aus. Giuseppe kommt durch die äußere Tür zurück.)

(Giuseppe.) Das Pferd ist bereit, Herr Leutnant.

(Leutnant.) Ich gehe noch nicht gleich. Lauf! suche den General und sag ihm, daß ich ihn zu sprechen wünsche.

(Giuseppe den Kopf schüttelnd:) Das ist ganz unmöglich, Herr Leutnant.

(Leututnant.) Warum?

(Giuseppe.) In dieser bösen Welt kann ein General zwar nach einem Leutnant schicken, aber ein Leutnant darf niemals nach einem General schicken.

(Leutnant.) Ah, du meinst, das würde ihm nicht passen. Nun, du hast vielleicht recht. Man muß in diesen Dingen jetzt ungemein vorsichtig sein, seit wir eine Republik haben. (Da erscheint, vom Weingarten kommend, Napoleon, seinen Rock auf der Brust zuknöpfend, bleich und voll nagender Gedanken.)