(Giuseppe.) Sie hat das richtige Alter, Exzellenz.

(Napoleon.) Meinst du siebzehn oder dreißig?

(Giuseppe.) Dreißig, Exzellenz.

(Napoleon.) Ist sie schön?

(Giuseppe.) Ich kann nicht mit Ihren Augen sehn, Exzellenz! Jeder Mann muß das selbst beurteilen. Meiner Meinung nach ist sie eine schöne Dame. (Schlau:) Soll ich ihr hier den Tisch für das Frühstück decken?

(Napoleon erhebt sich heftig:) Nein! Deck hier nicht mehr, bevor der Offizier, auf den ich warte, zurückkommt. (Er sieht auf seine Uhr und fängt an, zwischen dem Kamin und dem Weingarten auf und ab zu gehn.)

(Giuseppe mit Überzeugung:) Exzellenz, glauben Sie mir, er ist von den verfluchten Österreichern gefangen worden; er würde es nicht wagen, Sie warten zu lassen, wenn er frei wäre.

(Napoleon kehrt sich beim Schatten der Veranda um:) Giuseppe! wenn sich herausstellen sollte, daß du recht hast, so wird mich das in eine Laune versetzen, daß mich nichts anderes besänftigen kann, als dich und deinen ganzen Haushalt—die Dame dort oben inbegriffen—aufhängen zu lassen!

(Giuseppe.) Wir stehen Ihnen alle gerne zur Verfügung, Exzellenz! mit Ausnahme der Dame. Ich kann für sie nicht bürgen; aber welche Frau könnte Ihnen widerstehen?!

(Napoleon setzt seine Wanderung düster fort:) Hm, du wirst niemals am Galgen enden. Es ist kein Vergnügen dabei, einen Mann zu hängen, der nichts dagegen einzuwenden hat.