(Giuseppe liebenswürdig:) Nicht das geringste, Exzellenz, nicht wahr? (Napoleon blickt wieder auf seine Uhr und wird sichtlich unruhig:) Oh, man sieht, daß Sie ein großer Mann sind, Exzellenz! Sie verstehen zu warten. Wenn ein Korporal oder ein junger Leutnant an Ihrer Stelle wäre—nach drei Minuten würde er fluchen, toben, drohen und das Haus von oben nach unten kehren.
(Napoleon.) Giuseppe, deine Schmeicheleien sind unerträglich. Geh und schwatz draußen. (Er setzt sich wieder an den Tisch, sein Kinn auf die Hände, seine Ellbogen auf die Landkarte gestützt, und starrt mit unruhigem Ausdruck auf sie hin.)
(Giuseppe.) Zu Befehl, Exzellenz, Sie sollen nicht gestört werden.
(Er nimmt das Tablett und ist im Begriff, sich zurückzuziehen.)
(Napoleon.) Sobald er da ist, schick' ihn zu mir herein.
(Giuseppe.) Augenblicklich, Exzellenz.
(Die Stimme einer Dame ruft von irgendeinem entfernten Teil des Gasthauses:) Giuseppe! (Die Stimme ist sehr melodisch, und die zwei letzten Buchstaben werden in aufsteigender Skala gesungen.)
(Napoleon stutzig:) Was ist das?…
(Giuseppe stützt das Ende seines Servierbrettes auf den Tisch und beugt sich vertraulich vor:) Die Dame, Exzellenz.
(Napoleon zerstreut:) Ja… was für eine Dame… wessen Dame?…
(Giuseppe.) Die fremde Dame, Exzellenz.