Sergius: Sie lieben diesen Mann!
Raina [empört]: Sergius!
Sergius: Sie haben ihm gestattet, Ihnen hinter meinem Rücken
Liebeserklärungen zu machen, genau so wie Sie mich hinter seinem
Rücken zum Gatten haben wollten. Bluntschli, Sie kannten unsere
Beziehungen und betrogen mich, das ist der Grund, warum ich von Ihnen
Genugtuung verlange,—nicht, weil Sie Begünstigungen empfangen haben,
die mir verweigert worden sind.
Bluntschli [empört aufspringend]: Blödsinn, Unsinn! Ich habe keine Begünstigungen empfangen. Das gnädige Fräulein weiß ja nicht einmal, ob ich verheiratet bin oder nicht.
Raina [sich vergessend]: Oh! [Auf die Ottomane hinsinkend:] Sie sind verheiratet??
Sergius: Sie sehen, welchen Eindruck diese Möglichkeit auf die junge Dame macht! Hauptmann Bluntschli: Leugnen ist vergeblich, Sie haben den Vorzug genossen, spät nachts in Fräulein Rainas Schlafzimmer empfangen worden zu sein.
Bluntschli [unterbricht ihn heftig]: Ja, Sie Dummkopf, sie hat mich empfangen, weil ich ihr meine Pistole auf die Brust gesetzt habe. Eure Kavallerie war mir auf den Fersen. Ich hätte sie getötet, wenn sie einen Laut von sich gegeben hätte.
Sergius [verblüfft]: Bluntschli—Raina—ist das wahr?
Raina [richtet sich in majestätischem Zorn auf]: Wie können Sie es wagen?
Bluntschli: Entschuldigen Sie sich, Mann, entschuldigen Sie sich!
[Er nimmt seinen Platz am Tische wieder ein.]