Raina [sehr rot]: Was denn?

Petkoff: Deine Photographie mit der Inschrift: "Raina ihrem Pralinésoldaten zum Andenken". Es ist klar, daß da mehr dahintersteckt, als man auf den ersten Blick sieht, und das muß ich herausbringen. [Laut rufend:] Nicola!

Nicola [läßt ein Stück Holz fallen, wendet sich um]: Gnädiger Herr!

Petkoff: Hast du heute morgen Fräulein Raina irgendeine Speise verdorben?

Nicola: Wie Sie gehört haben, gnädiger Herr; Fräulein Raina hat es gesagt.

Petkoff: Das weiß ich, du Trottel! Aber ist es wahr?

Nicola: Ich bin überzeugt, daß Fräulein Raina unfähig ist, etwas anderes als die Wahrheit zu sagen, gnädiger Herr.

Petkoff: Bist du das? Wahrhaftig? Dann bin ich es nicht. [Sich zu den anderen wendend:] Geht! Glaubt Ihr, daß ich nicht längst alles durchschaut habe? [Er geht zu Sergius und klopft ihm auf die Schulter.] Sergius, du bist der Pralinésoldat, nicht wahr?

Sergius [fährt zusammen]: Ich! ein Pralinésoldat? Gewiß nicht.

Petkoff: Nicht? [Er sieht sich um; sie sind alle sehr ernst und sehr verständnisvoll.] Willst du damit sagen, daß Raina auch andern Männern Photographien zum Andenken schenkt?