Sergius: Nein.
Bluntschli: Ich habe so viel; ferner neuntausendsechshundert Betttücher und Bettdecken, mit zweitausendvierhundert Eiderdaunenkissen. Ich habe zehntausend Messer und Gabeln und die gleiche Anzahl Dessertlöffel. Ich habe sechshundert Diener, sechs palastartige Gebäude, außerdem zwei Mietstallungen, ein Gartenrestaurant und ein Wohnhaus. Ich habe vier Medaillen für hervorragende Dienste, ich habe den Rang eines Offiziers, und den Stand eines Gentleman, und drei Muttersprachen. Zeigen Sie mir irgend einen Mann in Bulgarien, der so viel bieten kann.
Petkoff [mit kindischer Scheu]: Sind Sie am Ende gar der Kaiser der
Schweiz?
Bluntschli: Mein Rang ist der höchste, den man in der Schweiz anerkennt: ich bin ein freier Bürger.
Katharina: Wenn dem so ist, Kapitän Bluntschli, so will ich, da meine
Tochter Sie auserkoren hat, Ihrem Glück nicht im Wege stehen.
[Petkoff will sprechen.] Major Petkoff teilt dieses Gefühl.
Petkoff: Oh, ich werde mich glücklich schätzen… Zweihundert
Pferde—Donnerwetter!
Sergius [zu Raina gewendet]: Und was sagen Sie?
Raina [tut, ab ob sie schmollte]: Ich sage, daß er seine Tischwäsche und seine Omnibusse behalten kann. Ich lasse mich nicht an den Meistbietenden verkaufen.
Bluntschli: Diese Antwort nehme ich nicht an. Ich wandte mich an Sie als Flüchtling, als Bettler, als Verhungernder! Sie haben mich aufgenommen und mir Ihre Hand zum Kusse, Ihr Bett für meine müden Glieder und Ihr Dach zu meinem Schutze angeboten.
Raina [unterbricht ihn]: Dem Kaiser der Schweiz hab' ich das alles nicht geboten!