(Frau Clandon mit ruhiger Würde:) Finch! (Er bleibt stehen:) Wenn der Herr Doktor nicht ernst sein kann—Sie können es. Setzen Sie sich. (Nach einem kurzen Kampf zwischen seiner Würde und seiner Freundschaft unterliegt McComas und setzt sich, diesmal zwischen Dolly und Frau Clandon.) Sie wissen so gut wie ich, daß all dies eine Komödie ist und daß Fergus diese Dinge ebensowenig glaubt wie Sie. Geben Sie mir jetzt einen wirklichen Rat—Ihren aufrichtigen freundschaftlichen Rat. Sie wissen, ich habe Ihrem Urteil immer vertraut. Ich verspreche Ihnen, daß die Kinder sich ruhig verhalten werden.
(McComas fügt sich:) Nun, nun.—Was ich sagen möchte, ist dies. Nach der alten Übereinkunft zwischen Ihnen und ihm, Frau Clandon, war Ihr Mann furchtbar benachteiligt.
(Frau Clandon.) Wieso, wenn ich bitten darf?
(McComas.) Nun Sie, eine emanzipierte Frau, waren gewöhnt, die öffentliche Meinung zu verachten und auf das, was die Welt über Sie sagen könnte, keinerlei Rücksicht zu nehmen.
(Frau Clandon stolz darauf:) Ja, das ist richtig! (Gloria beugt sich vor und küßt ihre Mutter auf die Haare—eine Zustimmung, die sie äußerst verwirrt.)
(McComas.) Andererseits hatte Ihr Mann, Frau Clandon, einen großen
Abscheu vor allem, was ihn in die Zeitungen bringen konnte. Er mußte
Rücksicht auf sein Geschäft sowohl wie auf die Vorurteile seiner
altmodischen Familie nehmen.
(Frau Clandon.) Seine eigenen Vorurteile nicht zu erwähnen.
(McComas.) Er hat sich ja ohne Zweifel schlecht benommen, Frau Clandon.
(Frau Clandon verachtungwoll:) Zweifellos.
(McComas.) War es aber ausschließlich seine Schuld?