(Der Kellner.) Zu Befehl. Darf ich um seinen Namen bitten?
(McComas.) Er heißt Boon. Frau Clandon kennt ihn nicht, er wird Ihnen also vielleicht seine Karte geben. Wenn er es tut, so vergessen Sie nicht, daß sein Name B. O. H. U. N.[*] geschrieben wird.
[Footnote *: Der Name Bohun wird Boon (spr. Bun) ausgesprochen. Es ist ein hocharistokratischer Name, der auf die Abstammung von den normannischen Eroberern hinweist, die im Jahre 1066 nach England gekommen sind. Der Name Boon ist alltäglicher. McComas sagt dem Kellner, daß er einen Herrn Bohun erwartet. Da fällt ihm ein, daß der Herr dem Kellner wahrscheinlich seine Karte für Frau Clandon geben wird, und da er annimmt, daß William nicht wissen dürfte, daß der Name Bohun auf der Karte "Boon" bedeutet, so macht er ihn aufmerksam, wie der Name buchstabiert wird. (Anm. des Übers.)]
(Der Kellner lächelnd:) Da können Sie sich vollkommen auf mich verlassen, gnädiger Herr. Ich heiße selbst Boon, obgleich ich hier fast nur unter dem Namen Balmy Walters bekannt bin. Eigentlich sollte ich auch ein H. U. einfügen; aber es ist besser, wenn ich mir diese Freiheit nicht herausnehme. Meine Name würde dann auf Normannenblut hindeuten, gnädiger Herr—und Normannenblut ist keine Empfehlung für einen Kellner.
(McComas.) Gut, gut. "Treue Herzen sind mehr wert als Adelskronen, und schlichte Ehrlichkeit mehr als Normannenblut."[*]
(Der Kellner.) Das hängt zum großen Teil von der Stellung ab, die man im Leben einnimmt. Wenn Sie Kellner wären, würden Sie bald finden, daß Ehrlichkeit und Treue Ihnen ebensowenig helfen können wie Normannenblut. Ich finde es am zweckmäßigsten, wenn ich meinen Namen B. OO. N. schreibe und meinen Verstand möglichst zusammennehme.—Aber ich halte Sie auf; verzeihen Sie mir—Ihre Leutseligkeit ist selbst schuld daran. Ich werde den Damen sagen, daß Sie hier sind, gnädiger Herr. (Er geht durch die Fenstertür in des Garten hinaus.)
(McComas.) McNaughtan, ich kann mich auf Sie verlassen, nicht wahr?
(McNaughtan.) Ja, ja; ich werde ruhig bleiben; ich werde geduldig sein; ich werde mein Möglichstes tun.
(McComas.) Bedenken Sie, ich habe Sie nicht preisgegeben. Ich habe
Ihrer Familie gesagt, daß sie ganz allein Schuld an allem trüge.
(McNaughtan.) Mir haben Sie gesagt, daß ich einzig und allein der
Schuldige wäre.