(Frau Clandon.) Was hat sie dir gesagt, mein Kind?
(Gloria.) Daß du mit diesem Herrn über meine Angelegenheiten gesprochen hast?
(Dr. Valentine murmelnd:) Mit diesem Herrn—oh!
(Frau Clandon scharf:) Herr Doktor—können Sie einen Augenblick schweigen? (Er blickt sie kläglich an, dann geht er mit einem verzweifelten Achselzucken an die Ottomane zurück und wirft seinen Hut darauf.)
(Gloria betrachtet ihre Mutter vorwurfsvoll:) Mutter, was hattest du für ein Recht dazu?
(Frau Clandon.) Ich glaube, ich habe nichts gesagt, wozu ich nicht ein
Recht gehabt hätte, Gloria.
(Dr. Valentine bestätigt das dienstfertig:) Nichts… nicht das geringste. (Gloria sieht ihn mit sprachloser Entrüstung an.) Verzeihen Sie. (Er setzt sich beschämt auf die Ottomane.)
(Gloria.) Ich glaube nicht, daß irgend jemand das Recht hat, über Dinge auch nur nachzudenken, die mich allein angehen. (Sie wendet sich ab, einen schmerzlichen Kampf mit ihrer Erregung zu verbergen.)
(Frau Clandon.) Liebe Gloria, wenn ich deinen Stolz verletzt haben sollte—
(Gloria wendet sieb um:) Mein Stolz—mein Stolz—oh, er ist fort! Ich weiß jetzt, daß ich keine Kraft besitze, auf die ich stolz sein könnte. (Wendet sich wieder ab.) Aber eine Frau, die sich nicht selbst zu beschützen weiß, die kann niemand beschützen. Niemand ist auch nur berechtigt, es zu versuchen… nicht einmal ihre Mutter! Ich weiß, daß ich dein Vertrauen verloren habe, genau so wie ich die Achtung dieses Mannes verloren habe—(Sie hält inne, um einen Seufzer zu unterdrücken.)