Man hat von dieser Platte schöne, scharfe, jedoch selten sehr warme Abdrücke, ich habe solche nur auf Papier mit dem Wasserzeichen des Kruges, Nr. 10, angetroffen, und wäre es möglich, daß Dürer dieses von ihm nach der Rückkehr aus den Niederlanden zu seinen Kupferstichen fast ausschließlich verwandte Papier in dem Jahre 1520 zuerst in Gebrauch genommen hätte.
B. 38. Die Jungfrau mit dem gewickelten Kinde. 1520.
Weit vollere harmonische Abdrücke, wie von dem vorhergehenden, findet man von diesem Stich, sie sind auf Papier mit dem Wasserzeichen des Ochsenkopfes oder auch des Kruges.
Geringere Abdrücke sind von dieser Platte weniger selten als von B. 37.
B. 39. Die Jungfrau von zwei Engeln gekrönt. 1518.
Die Abdrücke dieses Blattes sind in der Regel gut, man trifft aber einzelne von besonderer Schönheit, kräftig und silbertönig. Das Papier habe ich mit einer Entfernung der Drathstriche von 12¾ und 13½ Linien, einmal auch mit dem Wasserzeichen der durch eine Mauer verbundenen Thürme gefunden.
B. 40. Die Jungfrau am Fusse einer Mauer sitzend. 1514.
Die Behandlung dieser ernsten, schönen Composition erinnert sehr an den berühmten Stich der Melancholie von demselben Jahre. Die vorzüglichen Abdrücke sind, wie bei dieser Platte, mehr durch Zartheit und Harmonie, als durch große Kraft und Schwärze der Farbe ausgezeichnet. Ich habe bei diesen ein sehr festes Papier getroffen, dessen schwer kenntliche Drathstriche 13¼ Linien von einander entfernt waren.
B. 41. Die Jungfrau mit der Birne. 1511.
Der hübsche Stich ist nicht selten, in schönen, wohlerhaltenen Exemplaren jedoch sehr gesucht. In England traf ich, zur Zeit der Kunst-Ausstellung in Manchester, auffallend oft schöne Abdrücke davon. Die vorzüglichsten haben das Wasserzeichen des Ochsenkopfes, auch zuweilen dasjenige des Ankers im Kreise, Nr. 7, sonst ein festes Papier von feiner Masse und 14¼ bis 14¾ Abstand der Drathstriche.