B. 1. Der Tod Abels 1511.

Dieses Blatt gehört zu den großen Seltenheiten. Man findet es zwar in den meisten öffentlichen, doch nur in sehr wenigen Privat-Sammlungen, besonders in unversehrtem Zustande. Der Druck ist gewöhnlich scharf und schön, das Papier sehr fest mit Drathstrichen in einer Entfernung von 13 auch 13¾ Linien. Als Wasserzeichen findet man zwei verbundene Thürme, Nr. 23.

B. 2. Simson tödtet den Löwen.

Von diesem häufig vorkommenden Holzschnitte sind Abdrücke auf Papiersorten, welche erweislich von Dürer gebraucht wurden, ausserordentlich selten.

Zu den besseren der späteren gehören diejenigen auf sehr starkem Papier ohne kenntliche Drathstriche, mit dem Wasserzeichen des Wappens von Augsburg. Neuere Abdrücke trifft man oft und soll der Holzstock noch gegenwärtig in Paris vorhanden sein.

In der Königlichen Kupferstich-Sammlung in Stuttgart befindet sich ein leider stark beschädigter Probe-Abdruck dieses Holzschnitts von großer Schärfe, auf welchem das Monogramm Dürer’s noch nicht eingeschnitten ist.

B. 3. Die Anbetung der Könige. 1511.

Die ersten Abdrücke dieses schönen Holzschnittes haben Papier mit dem Wasserzeichen der großen hohen Krone, Nr. 21, oder des Ochsenkopfes mit Kreuz und Blume, Nr. 20. Sie sind ausserdem daran kenntlich, daß in der Mitte des das Dach tragenden großen Querbalkens, in den Kreuzschraffirungen nur eine kleine weiße Fehlstelle sichtbar ist, welche bei den späteren Drucken in einen weißen bis an den Rand des Holzstocks hinauf reichenden Sprung ausgeht.

Diese späteren Drucke kommen auf den bei dem 3. und 4. Etat des Lebens der Jungfrau bemerkten Papieren mit den Wasserzeichen Nr. 42 und 45 vor.

B. 53. Das Abendmahl. 1523.