»Etliche underricht, zu befestigung der Stett, Schloß und flecken«
gehörig, bezeichnen, so stehen sie doch zu demselben in der genauesten Beziehung, indem sie es anschaulich machen: wie eine nach den Vorschriften jenes Unterrichts befestigte Stadt belagert und vertheidigt werden kann.
Mit der auf dem 2. Blatte über dem Monogramm stehenden Jahrszahl 1527 stimmen die in den Papieren der ersten Abdrücke vorkommenden Wasserzeichen der kleinen hohen Krone, Nr. 36, und des stehenden Hundes, Nr. 35, überein, welche sich ebenfalls in den Papieren der zu dem vorbezeichneten Werke gehörenden Holzschnitte befinden. — Spätere Abdrücke haben das Wasserzeichen einer hohen Hand mit Stern darüber, oder des Reichsadlers, sind auch zum Theil nicht frei von Spuren des Wurmfraßes in den Holzstöcken.
B. 138. Der Triumphbogen des Kaisers Maximilian.
Ueber dieses große Werk finden sich ausführliche Nachrichten bei Bartsch, Heller und Nagler. Ich kann denselben nur hinzufügen: daß sich ausser den von diesen angeführten Exemplaren, ein vortreffliches alt illuminirtes und auf Leinwand gezogenes auf der Bibliothek in Wolfenbüttel befindet, welches leider theilweise beschädigt ist[51] und daß die Königliche Kupferstich-Sammlung in Stuttgart einen vollständigen alten Abdruck in einzelnen Blättern besitzt, welcher in den durch das Aufkleben der »Porten des Lobes« und der »Porten des Adels« bewirkten Correkturen mit denjenigen beiden Exemplaren übereinstimmt, welche die vortreffliche Königliche Kupferstich-Sammlung in Copenhagen zieren.[52]
Sowohl das Exemplar in Stuttgart als die in Copenhagen haben ein sehr festes Papier mit dem Wasserzeichen des großen Reichsadlers mit Krone, welches auf einen erst nach Dürer’s Tode stattgefundenen Abdruck schließen läßt. In Copenhagen konnte ich die Drathrippen nicht unterscheiden, in Stuttgart betrug die Entfernung derselben 16½ Linien, übrigens muß das hier aufbewahrte Exemplar später gedruckt sein, wie die Copenhagener, da einzelne Stöcke schon Sprünge zeigen, welche hier nicht bemerkbar sind.
Nach meiner Ansicht dürfte es trotz der neueren umfassenden Untersuchungen des Herrn Dr. H. Glax[53] doch sehr schwierig sein, mit einiger Sicherheit die Priorität der verschiedenen alten Abdrücke zu bestimmen.
Aeltere Abdrücke von einzelnen Holzstöcken dieses Werks, namentlich der Schlachten, finden sich in verschiedenen Sammlungen, zuweilen sehr schön auf Papier mit dem Wasserzeichen des Ochsenkopfes mit Kreuz und Blume, oder dem Oval mit Kreuz, Nr. 34, jedoch etwas größer, sie sind übrigens durch ihre Reinheit und Schärfe leicht von denen der spätesten von Bartsch veranstalteten Ausgabe zu unterscheiden.