Das Papier der zweiten Drucke hat das Wasserzeichen der Schlange, Nr. 47, oder zweier großer verbundener Thürme mit 12 Linien Abstand der Drathstriche, auch eines kleinen geschweiften Wappens mit einer Krone und 13¼ Linien Entfernung derselben. Von dieser zweiten Ausgabe, mit den Versen darunter, befindet sich ein alter colorirter Abdruck in der Königlichen Kupferstich-Sammlung zu Copenhagen, unter welchem, abweichend von der Angabe Hellers, pag. 746, steht:
»Getruckt durch Hans Glaser Brieffmaler zu Nürnberg auf der Schmeltzhüten.«
Die alten Abdrücke der dritten Edition, nachdem die Jahrszahl 1527 und das Monogramm in die Thür des Dürer’schen Wappens eingefügt war, trifft man mit dem Wasserzeichen des Reichsadlers, eines Thurms mit fünfzackiger Krone, oder auf einem Papier, dessen Drathstriche einen Abstand von 15 Linien haben und als Wasserzeichen eine Lilie im Kreise, Nr. 53.
Die häufigen späteren Abdrücke sind an den sichtbaren Spuren des Wurmfraßes in dem Holzstock, besonders an der Nasenspitze kenntlich.
B. 157. Brustbild des Johann Freiherrn zu Schwarzenberg.
Dieses von Bartsch zu den Dürer’schen Holzschnitten gerechnete Blatt ist eine, ohne Zweifel erst nach des Meisters Tode gearbeitete Nachbildung eines seiner Portraite, denn es kommt zuerst in der am 16. Februar 1531 von Heinrich Steiner in Augsburg vollendeten Ausgabe der Officia M.T.C. auf der Rückseite des Titels vor.
Diese erste Ausgabe ist sehr selten, der Holzschnitt ist darin auf einem festen Papier gedruckt, dessen Drathstriche durchschnittlich eine Entfernung von 14¼ Linien haben, und als Wasserzeichen ein Oval mit fünfstrahligem Stern darüber, in der Art wie Nr. 34, nur größer. —
Ueber den Formschneider dieses Holzschnitts, der sich unten rechts mit einem römischen von einem Querbalken durchschnittenen B bezeichnet hat, herrscht eine große Meinungsverschiedenheit und auch die ausführlichen Erörterungen darüber in Nagler’s Monogrammisten, pag. 811 bis 814, führen zu keinem bestimmten Resultate.
Ausser den vorstehend, unter Nr. 153 bis 157 aufgeführten Bildnissen unsers Meisters, giebt es noch ein kleines höchst seltnes Holzschnitt-Portrait desselben, welches Bartsch nicht gekannt hat, Heller aber irrthümlich unter die zweifelhaften Blätter versetzt, und pag. 825, Nr. 193 beschreibt.