Es ist das Brustbild des durch seine Verdienste um die Wiederbelebung des Studiums der classischen Literatur bekannten Nürnberger Gelehrten Eoban Heß[62], Zeitgenosse Dürer’s, nur 4 Zoll 9 Linien hoch und 3 Zoll 6 Linien breit, aber sehr schön.

Wenn auch der Schnitt selbst nicht von Dürer sein wird, da er etwas technisch elegantes hat, in der Art, wie die Arbeiten des Resch, so ist doch die Zeichnung erwiesen von unserm Meister, denn auf der Rückseite der ersten Abdrücke, welche von Peipus in Nürnberg im Jahre 1527, also noch bei Lebzeiten Dürer’s, als Titelblatt veröffentlicht wurden, steht gedruckt:

»In Imaginem Eobani Hessi sui ab Alberto Dürero hujus aetatis Apelle graphice expressam, aliquod Epigrammata Johannis Alexandri Brassiciani etc.«

B. 158. Die fünf Kaiserlichen Wappenschilde.

Die ersten Drucke dieses einfach aber charakteristisch behandelten Holzschnitts, finden sich in dem im Jahre 1502 bei Koberger in Nürnberg gedruckten Buche, der himmlischen Offenbarung der heiligen Brigitta.

Die zweiten Drucke haben die Jahrszahl 1504 und das Dürer’sche Monogramm, sie sind noch rein und scharf und ihr Papier hat 12¾ Linien Entfernung der Drathstriche.

B. 159. Das Wappen der Familie Behaim.

Dieses schön verzierte höchst wahrscheinlich von Dürer selbst geschnittene Wappen ist nicht häufig.

Das Papier der ersten Drucke hat das Wasserzeichen der hohen Krone, Nr. 21. Die zweiten oft noch recht reinen und scharfen Drucke findet man auf Papier mit dem Nürnberger Wappen, Nr. 41, und knapp 11 Linien Entfernung der Drathstriche.