Dieses findet man häufig in neuen von Herrn Campe in Nürnberg, der den Holzstock besaß, veranstalteten Abdrücken. Die älteren haben das Wasserzeichen eines geschweiften Wappens mit Krone und eine Entfernung der Drathstriche von 12 Linien. Der unten rechts von der Jahrszahl befindliche Buchstabe R könnte vermuthen lassen, daß dieser Holzstock von Resch geschnitten sei.
B. 164. Die Wappen von Scheurl und von Geuder.
Von diesem complicirten Wappen giebt es verschiedene Combinationen und Abänderungen.
Die ersten Drucke haben im Papier das Wasserzeichen der hohen Krone, Nr. 21, die späteren dasjenige des Reichsadlers.
Die Abdrücke, welche mit feinen Lateinischen Lettern die Inschrift, »Dominus dedit, Dominus abstulit etc.« haben, sind augenscheinlich neuere, man findet einzelne davon auf Papier mit dem Wasserzeichen des Hundes.
Die neuesten, gegen die älteren sehr abweichenden Abzüge, sind durch den Herrn Cornill d’Orville in Frankfurt a.M. verbreitet, welcher den Holzstock davon besitzt.
B. 165 und 166. Die Wappen von Johann Stabius.
Die Holzplatten dieser Wappen befinden sich in Wien, und im Jahre 1781 sind Abdrücke davon veranstaltet, welche man gewöhnlich in den Sammlungen antrifft. Sie sind ausser der Unterschrift an einem weißen sehr festen und etwas rauhen Papiere kenntlich, dessen Drathstriche 12 Linien entfernt sind, auch sieht man an den Einfassungsstrichen, namentlich bei B. 166 ausgesprungene Stellen und kleine Wurmlöcher.
B. 167 und 168. Die Wappen des Lorenz Staiber.
Unter den obigen Nummern beschreibt Bartsch zwei verschiedene Abdrücke desselben Holzstocks, welcher späterhin durch Hinzufügung einer Krone und zweier Fähnlein an dem Löwen über dem Helme abgeändert wurde. Heller führt davon pag. 739 unter Nr. 1946 richtiger drei verschiedene Abdrucks-Gattungen an, wovon die dritte, ausser dem Wegfall der oberen Inschrift, an kleinen Fehlstellen im Grunde und einem feinen links am Kopfe des Löwen sichtbaren Sprunge kenntlich ist. Das Papier derselben hat das Wasserzeichen des Nürnberger Wappens und einen Abstand der Drathstriche von 11½ Linien.