Von diesem Wappen giebt es übrigens einen älteren Holzschnitt, von dem ich den einzigen mir bisher vorgekommenen Abdruck besitze. Derselbe übertrifft den späteren bedeutend in Charakter und Schwung der Zeichnung, dabei ist der Schnitt der horizontalen Linien des Grundes wie bei dem Behaim’schen Wappen, B. 159, nicht ganz regelmäßig, daher ich auch diesen für einen eigenhändigen Schnitt Dürer’s halten zu dürfen glaube.

Der wesentliche Unterschied in der Darstellung des Wappens besteht darin: daß das abgetheilte Schild mit dem Leoparden und dem Hunde, an der linken Seite ausgeschweift und noch nicht, wie auf dem späteren Holzstock, mit der Ordenskette umgeben ist, welche dem Staiber von dem Könige von England als ein Gnadengeschenk verliehen wurde und derjenigen gleicht, welche noch jetzt die Großkreuze des Bath-Ordens in England tragen[64]. Dieser Holzstock ist daher früher geschnitten als jene Verleihung stattgefunden hatte. —

Die fragliche Kette ist zwar links oben neben dem Büffelhorn abgebildet, aber augenscheinlich durch eine spätere Hinzufügung.

Der Abdruck hat weder Ueberschrift noch Unterschrift, doch scheint das in der Höhe nur 11¾ Zoll, in der Breite 8½ Zoll messende Papier beschnitten. Das Wasserzeichen desselben ist die hohe Krone mit der etwas eckigen Form des Bügels, Nr. 36, wie solche in der letzteren Lebenszeit Dürer’s vorkommt.

Die Entfernung der Drathrippen beträgt 12½ Linien.

B. 169. Das Wappen mit den drei Löwenköpfen.

Dieses ist in alten Drucken selten, und mir ist kein Exemplar davon vorgekommen, bei dem ich eines der zu Dürer’s Lebenszeit gebräuchlichen Papiere hätte wahrnehmen können. Die neueren im Jahre 1781 in Wien veranstalteten Abdrücke sind an ihren festen doch rauhen Papieren leicht zu erkennen.

B. 170. Das Wappen mit dem wilden Mann.

Die alten Drucke kommen auf Papier mit zwei kleinen verbundenen Thürmen in einem geschweiften Schilde, oder mit dem Wasserzeichen Nr. 43 vor. Die Drathstriche dieser sind 12½ Linien von einander entfernt.