Ich nahm das erste Gläschen und goß es hinter die Binde, ich nahm das zweite, das dritte — „hm!“ Noel machte verzückte Augen — „gut, gut!“ — Noel lachte, daß ihm der Schleim aus dem Rachen fuhr — „ah, das ist ein Likörchen!“ — Noel drehte sich auf dem Absatz und klatschte auf die Schenkel.

„Ja, das ist ein Likörchen, sage ich, wie?! In Paris bekommen Sie ihn nicht besser! — Antoinette, Josephine, Maria, man muß die Lampe anzünden!“

„Jaa!“ (Nom de chien!)

Solange die Lampe angezündet wurde, verharrte alles in Stillschweigen. Es wäre ungebildet und roh gewesen, während dieser Prozedur zu sprechen.

Antoinette kletterte auf den Stuhl und Noel stand väterlich besorgt und ängstlich neben ihr, bereit sie aufzufangen. „Nimm dich in acht — der Patentbrenner — langsam drehen!“

„Guten Abend!“ sagte Antoinette.

„Brennt er nicht herrlich, der Patentbrenner?“ fragte Noel. „Ja, haha, fünfzehn Franken kostete mich die Lampe!“

„Ausgezeichnet!“

Aber da klapperte es im Flur und man wußte schon, wer kam. Das war Gaston Grouzen, der verrückte Gaston. Er war acht Jahre in Kalifornien gewesen und hatte sich tausend Dollar erspart. Nun war er von früh bis nachts damit beschäftigt von Kneipe zu Kneipe zu rennen, um recht rasch seine Dollars los zu werden.

„Da kommt der verrückte Gaston!“ lachte Noel und stellte das Glas bereit.