„Und übermorgen —?“ sagte ich laut.
„Um Gottes willen, sprich nicht so laut!“
Ich hielt mich am Gesims fest und schwang mich hinauf. Yvonne wich zurück. Ich stand in der finstern Stube.
„Jesus,“ flüsterte Yvonne.
„Wenn du nicht herauskommst —!“ sagte ich und zog sie an mich. Yvonne bebte und küßte mich auf die Wange —
Ich ging. Ich ging über die Heide. Ich nahm die Mütze ab um meinen heißen Kopf zu kühlen.
„Ja, Yvonne,“ sagte ich, „wie lange wolltest du mich noch warten lassen? Wie lange, haha!“
In der Heide tauchten Gruppen von weißen Zelten auf: das waren die bleichen Giebel der Hütten im Schein von Creachs Feuer. Mitten unter ihnen stand ein hohes, spitzes Zelt, die Kirche. Ich ging am Meer entlang, nach Hause.
Das Meer dampfte, es war still und die Welle klopfte in den Felsen. Tock—tock—tock. Ich pfiff vor mich hin. Creachs Lichthiebe jagten Dunstkegel vor sich her. Als ich nahe bei Poupons Schlucht war, begann mein Herz zu pochen, und ich hörte auf zu pfeifen. Es war so still hier und die Welle klopfte eigentümlich. Ich blieb stehen. Creachs Lichthiebe fegten über die Heide und über Poupons Schlucht wallte ein haushohes Gespenst. Das war der Nebel, der aus der Schlucht stieg. Ich wartete bis der Lichtkegel wiederkehrte: immer noch stand das riesengroße Gespenst in der Nacht und winkte mir mit weißen Armen.
Ein Gefühl des Schwindels überfiel mich. Es ging dort turmhoch hinab ins weiße Nichts.