Ich möchte einen Menschen bitten mir zu sagen, weshalb ich gerade in diesem Augenblick und gerade an dieser Stelle den Schritt anhielt? Und weshalb mir gerade jetzt der Gedanke durch den Kopf schoß, daß es dort turmhoch hinab ging?

Poupoul zog die Luft ein und schlug kurz an. Stand jemand in der Heide?

„Ruhe, Poupoul!“

Creachs Licht kehrte wieder und beleuchtete den Pfad. Niemand. Nur ein Haufen ausgeschichteter Tang lag am Wege.

Da aber begann Poupoul rasend zu kläffen. Seine Augen sahen grünschillernd zu mir empor.

Ich lachte leise vor mich hin. Vielleicht war — Yann in der Nähe? „Yann, Yann!“ rief ich. „Bist du hier?“ Und ich lachte dazu, um ihm zu zeigen, daß ich keine Angst hätte, im Falle er hier wäre. Aber mein Rücken war eisig kalt, als sei mein Rock hinten aufgeschlitzt.

Ich schritt auf den Tanghaufen am Wege zu: ja, da stand Yann! Wirklich, da stand er —

„Guten Abend, Yann!“ sagte ich. „Was tust du hier so spät in der Nacht, mein Sohn?“

Yann entgegnete nichts, Poupoul hatte ihn nun erkannt und kroch ihm wedelnd um die Füße. Aber Yann regte sich nicht. Er stand und sah mich an. Es waren Yanns Augen und doch waren sie fremd. Sie brannten düster von dummer Wut und bäurischem Trotz. Er rührte sich nicht, er sagte nichts, er stand und sah mich an und seine Augen wurden immer größer.

In diesem Augenblick kam mir Yann höchst lächerlich vor. Wenn er hier auf mich gelauert hatte, weshalb regte er sich nicht? Sollte ich in Poupons Schlucht verschwinden ohne eine Spur im Rasen zu hinterlassen? Yann, Yann, heraus mit dir! Zeige, wer du bist. Du wirst mich ja nicht umsonst bekommen, aber vielleicht billig. Hoho, wie lächerlich er war!