„Wolltest du dir die Pfeife anzünden, Yann?“ sagte ich und lachte ihm ins Gesicht. Sein dummer Trotz und das alberne Anstarren machte mich zornig. War das eine Art mit mir zu verkehren?

Aber Yann regte sich nicht. Seine Augen waren nun wie große glühende Löcher.

„Wenn du die Sprache verloren hast, Yann, dann gute Nacht!“ sagte ich spöttisch um ihn zu reizen. „Ich werde jeden Abend diesen Weg gehen, verstehst du mich, jeden Abend. Ich schwöre es dir. Und jeden Abend werde ich genau an dieser Stelle ein wenig warten. Au revoir et merci, merci!“

Ich ging. Ganz langsam wandte ich Yann den Rücken zu, wartete noch ein wenig und dann ging ich. Aber Yann rührte sich nicht. Ich lachte, immer noch erregt und zornig.

Sollte er in Gottes Namen sehen, wie er aus diesem Wahnsinn herausfand, in den ihn ein kleines Mädchen und der Schnaps hineinjagten. Das war nicht meine Sache. Er ist ein Narr, Poupoul, und wir lassen uns nichts vorschreiben. Die Winterstürme werden über die Insel rasen und wir wollen sie hören. Es wird Schnee und Eis hageln und das wollen wir spüren, hörst du, Kamerad, wir wollen über die Heide gehen, wenn sie gefroren ist. Und unser großes Feuer wird prasseln und uns durch und durch blenden und die großen glitzernden Höhlen in unserer Seele beleuchten, die wir noch nicht kennen. Siehst du, wie wir mit gelben Augen ins Feuer starren und um uns heult der Wind seinen großen Gesang?

Yann, Yann!

Am Morgen fand ich einen Brief unter der Türe. „Hüte dich!“ stand darin.

Yann hatte nicht einmal seine Schrift verstellt. Wie unvorsichtig, wenn man den Brief später bei mir fände? Ich zerriß ihn in kleine Stückchen und streute sie in den Wind. Dann aber begann ich nachzudenken.

Nein, Yann, es ist genug! Du sollst wieder Ruhe haben. Ich will zu Rosseherre gehen und mit ihr reden, und ich will zu dir gehen und deine Versöhnung erbitten.

Yann wird sich ja tot trinken und wir sind trotz alledem Freunde.