„O Kedril, Pilot Nummer Eins, Haifischfänger, ich sage dir, mein Bruder, dieser Haifisch, der dich berühmt gemacht hat, war dein Verderben. Du warst der ordentlichste Mann der Insel, jetzt geht es dahin mit dir. Du hast geheiratet, wirst Kinder zeugen, Hydrocephalen, du wirst dein Boot vertrinken und deine Frau wird dich windelweich hauen. Es gibt kein Zurück mehr.“

Kedril war gerührt über meine Ansprache. Er umarmte und küßte mich. „Dank, mein Freund, du meinst es gut mit mir!“

Ich drückte ihm verstohlen ein Fünffrankenstück in die Hand. „Es soll lustig hergehen auf deiner Hochzeit, Pilot.“

Kedril prüfte die Münze zwischen den hölzernen Fingern und bohrte sich mit der Flasche in die Mauer von Rücken, die die Bar umgab.

Eine neue Epoche des Festes begann. Sie charakterisierte sich dadurch, daß es in allen Ecken klirrte und kurze Streitigkeiten aufflackerten. Sie wurden in triefender Sentimentalität ertränkt. Die beiden Papageien, die man hereingenommen hatte, turnten auf ihrer Stange und schrien begeistert.

„Und nun spiele!“ rief Yann. „Du hast doch die Flöte dabei?“

„Jawohl!“

„So spiele uns etwas.“

Ich nahm die Flöte aus der Tasche, feuchtete die Lippen an und ließ die Finger über die Löcher galoppieren. Und meine kleine Flöte sang:

Freut eu—ich des Lebens, weil no—och das Lä—ämpchen glüht —