„Vorwärts!“ schrie Kerhuel, dessen Augen unnatürlich hell waren. „Alle sind hier, Leman, Bec, eine tolle Wirtschaft. Rosseherre wartet schon lange auf dich!“
Rosseherre! Ach, ich war ja ausgezogen um Rosseherre zu suchen! Wie dumm — nun fiel es mir ein. Du wirst Rosseherre suchen, sagte ich zu mir, als ich ins Meer stieg.
„Hallo!“ heulte Kerhuel, die Hände am Mund. „Patron! Ein Neuer ist gekommen! Hallo, Rosseherre, der Hochzeiter ist da!“ Von allen Seiten tauchten verwilderte Köpfe aus den Luken.
Ich sah eine Pyramide von grauen Haaren vor mir. Das war der Patron. Sein Haupthaar, seine Brauen, sein Bart hingen wie Moos bis aufs Deck herab. Sein Schnauzbart flatterte, sein Bart wehte, er hatte die Lippen schon lange wieder geschlossen, als ich verstand, was er sagte: „Willkommen auf dem Meeresgrund!“
Hundert Hände streckten sich mir zum Gruße entgegen, hundert neugierige Gesichter, leuchtend von kindlicher Freude, umdrängten mich. Sie alle hatten helle weitgeöffnete Augen und die Haare hingen ihnen wie nasser Tang über die fahlen Gesichter. „Willkommen auf dem Meeresgrund!“
Ich erkannte Leman, wie immer hatte er den kurzen Stumpen einer Gipspfeife im Mund, Bec mit der Hasenscharte — hallo! Zwei Fischer, Vater und Sohn, die ich nie gesehen hatte, schüttelten mir derb die Hand.
„Das ist Rosseherres Vater und das hier ist dein Schwager, umarme sie!“ rief Kerhuel.
„Rosseherre ist hier!“ sagten die zwei und küßten mich auf beide Wangen.
Hier war ich gut aufgehoben, ich fühlte mich zu Hause. Da spürte ich einen kleinen Schlag auf der Schulter und drehte mich augenblicklich um. Das war Rosseherre! Sie sah mich an und lachte wie jemand, der sich versteckt hatte und den man endlich aufstöberte.
„Hast du den Weg doch gefunden?“ fragte sie. „Wo sind die Ringe?“