„Yann? Er sagte doch selbst, daß du mit mir tanzen sollst?“
„Aber weil du so mit mir getanzt hast.“
„So? Wie sollte ich denn sonst mit dir tanzen? Man tanzt immer so mit einem Mädchen.“
Das sah Rosseherre ein. „Yann ist immer bei schlechter Laune,“ fuhr sie plappernd fort. „Er will, daß wir heiraten. Aber Jean Louis gibt nicht die Einwilligung dazu und ohne das geht es nicht. Ich bin noch zu jung, sagt Großvater.“
„Dir eilt es wohl nicht so sehr?“
Rosseherre schüttelte den Kopf. „O, nein! Wenn ich ihn einmal geheiratet habe, so wird er anfangen zu trinken und mich schlagen, das tun sie alle.“
„Nein. Yann hat ein gutes Herz.“
Rosseherre nickte. „Sein Herz ist gut, ja. Aber er ist ein Seemann, trotzdem.“
Rosseherre erzählte tausend Kleinigkeiten, die ich alle mit Vergnügen anhörte. Ihre hohe kindliche Stimme schwang auf und ab und der Wind verwehte sie. Die ganze Rosseherre flatterte wie eine Fahne. Bei jedem Schritt schlüpften ihre kleinen runden Fersen aus den Holzschuhen. Ihre Augen waren zusammengezogen und scharf gegen den Wind gerichtet, wie die Augen einer Möwe. Sie zuckte nicht einmal mit der Wimper, wenn ihr die eiskalten Regentropfen ins Gesicht schlugen.
Wie die Erde so braun bist du, Rosseherre, deine Haare sind gelb wie die Heideblumen und sonst bist du gemacht aus Wind und Regen und Salz!