„Weil du die Schönste der Insel bist!“

„Hahaha!“

„Wirst du kommen?“

Rosseherre sah mich an. „Weshalb soll ich denn nicht kommen?“ sagte sie verwundert. „Aber du darfst dich nicht mehr mit Jeanette abgeben, hörst du? Ich hasse sie. Und Yann darf es nicht wissen!“

„Nie wird Yann etwas erfahren.“

„Nun, adieu!“ Rosseherre lief. Doch nach ein paar Schritten blieb sie wieder stehen. „Dis-donc!“ rief sie durch den Nebel. „Kannst du mir zwei Sou leihen?“

Ich lieh ihr zwei Sou. —

Die ganze Nacht hindurch brüllte das Nebelhorn von Creach. Alle drei Minuten erschütterte sein Gebrüll zweimal nacheinander mein Haus. Und in den Pausen war es so beängstigend still, als lausche alles, das Meer, die Klippen. Und auch da draußen auf den Schiffen lauschten sie; sie neigten sich über die Brücke, machten die Ohren scharf und zählten die Minuten ab und ihre Herzen klopften.

Ich saß vor meinem kleinen Feuer, rauchte die Pfeife und dachte daran, was ich Rosseherre sagen würde, wenn sie käme.

„Höre Rosseherre, kleine süße Madonna,“ wollte ich sagen, „nimm Platz, ich habe all die Zeit auf dich gewartet und mein Herz ist voller Freude dich zu sehen“ —