Ich lauschte. Ein Dampfer tutete. Ganz fern. Er tutete ängstlich und eingeschüchtert, als ob er sich vorsichtig Schritt um Schritt vorwärts taste. Der Nebel quoll wie Rauch durch die Ritzen der Türe. Ich legte Holz aufs Feuer.

„Das ist ja alles Unsinn!“ sagte ich laut. „Ich werde ganz anders mit ihr reden. So, wie man mit einem Fischermädchen spricht, basta!“

IX

Als sie aber kam, sagte ich gar nichts. „Ah, da bist du ja!“

„Ja, da bin ich,“ antwortete sie und zeigte die Zähne.

„Willst du nicht hereinkommen?“

Sie lugte neugierig durch die Türe.

„Nein, ach nein. Die Sonne scheint so schön!“

Da saß nun Rosseherre, die kleine Blume der Insel, auf dem Stein vor meiner Türe und arbeitete an einem dicken weißen Strumpf. Die Holzschuhe hingen an ihren Zehen, zuweilen strich sie sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Sie plapperte und ihr frischer, sechzehnjähriger Mund stand nicht einen Augenblick still.

Ich rauchte und sah ihren flinken braunen Händen mit den hellen Fingernägeln zu, und den Stricknadeln, die gegeneinanderschlugen wie ein Bündel von Masten verankerter Fischerboote bei unruhiger See.