„Aber das Lied?“
Rosseherre lachte. Sie konnte nicht schreiben.
Der Abend kam und Rosseherre pflöckte die Hammel ab.
Dann nahm sie den Strickstrumpf unter den Arm und lief. „Kenavo!“
„Kenavo!“
Die Bänder ihrer weißen Haube flatterten. Rasch und lieblich wie die Maus im Felde bist du, Rosseherre — — —
X
An vielen Nachmittagen kam Rosseherre mit ihren Hammeln nach Sturmvilla. Yann war draußen auf dem Meer.
Und sie erzählte von den Lutins, die früher an die Fenster der Fischer klopften, in der Nacht, und schrien: märri, märri! Wie eine Katze miaute Rosseherre. Ja, und ein Lutin zerriß einen Brunnenstein, mitten durch riß er ihn, weil er in Wut kam. Sie lockten die Fischer auch in die Grotten am Meer, sie sagten: Komm, komm mit in die Grotte, Gold, Gold, ganze Haufen Gold will ich dir geben. Dann aber kam die Flut und die Fischer ertranken elend.
Ob sie je einen Lutin gesehen habe?