„Du bist so lange nicht gekommen?“ sagte sie, und ich sah, daß sie trotz alle dem schöne schwarze Augen hatte.

Ich blickte an ihr vorbei, hinaus aufs Meer.

„Ich komme auch nicht wieder!“ entgegnete ich.

Martina sprach kein Wort darauf, sie sah mich verwundert an und ging.

Haha, welche Freude Rosseherre haben wird, wenn ich ihr das Schultertuch zeige! Und ihre Freude war groß. „Das ist für mich?“ sagte sie und deutete auf ihr Herz. „O nein, o nein?“

Ich hatte ein kleines Messer. Das gefiel Rosseherre und sie bekam es. Mein Bleistift gefiel ihr, eine alte Kupfermünze, ein Taschentuch. Alles hatte Wert für sie und sie bekam es. Rosseherres Gesicht war verdunkelt von einem tiefen, alten Kummer. Sie war Noel zehn Sou schuldig und er gab nichts mehr, bevor sie bezahlte. Und Rosseherre zeigte mir ihr kleines Lederbeutelchen, es waren nur drei Sou darin. Ob ich ihr vielleicht zehn Sou leihen könne? Und nun war Rosseherre fröhlich, so leicht fühlte sie sich, daß sie, immerfort ihre blitzenden Zähne zeigte.

„Rosseherre,“ sagte ich, „willst du nicht jetzt die Ringe haben, die ich dir versprach?“

Sie lächelte und schüttelte den Kopf.

„Nein?“

„Nein. Denn wenn ich sie habe, so wird niemand auf der Insel glauben, daß du sie mir so geschenkt hast.“