Nun, da wir gut angekommen seien, sei es besser, die zehn Sou in Schnaps anzulegen. Ich hatte nichts dagegen.

Jean Louis spülte die Fische ab und legte sie in den Kasten. Er schmunzelte zufrieden. Einen selten guten Tag hatten wir gehabt. Für gut drei Franken hatten wir gefischt in diesen zwölf Stunden! Wir bekamen ja nicht soviel dafür, die Händler —. Der kleine Fischhändler auf der Insel, der größere in Brest und der große Fischhändler in Paris. Sie alle hatten ungeheure Spesen, Haus, Familie, Wagen, sie alle hatten ein enormes Risiko. Der Meerkönig dagegen hatte keine Spesen und riskierte nichts als sein Leben.

Jean Louis kroch mühselig ans Land. Auf dem Lande bewegte er sich unbeholfen wie ein Krebs. Er nahm den Kasten über die Schulter, die zwei größten Fische trug er an den Zeigefingern, die er in die Kiemen einhakte, und so klapperten wir langsam den Steig hinauf zu Chikel. Der Boden wogte unter meinen Füßen, die Steine waren wie Teig.

In der Bar drängten wir die lauten Gäste zur Seite. „Platz gemacht, wir sind Fischer, kommen eben von der Arbeit!“

„Hoho! Seht sie an die krummen Hunde.“

„Hahaha!“

Es ging immer laut und fröhlich bei uns zu.

Ich gehe nach Hause. Die Steine klingen unter meinen Schritten, meine Augen sind scharf und folgen der Möwe weit hinaus übers Meer.

XIII

Am andern Tag machte ich Jean Louis den versprochenen Besuch.