„Der ‚kleine Kapitän‘ hat sich etwas erkältet!“ Die Leute liebten Yann und verließen sich auf ihn. Wenn er auch zuweilen mit den Fäusten auf sie losging, er hatte seine guten Seiten, ohne Zweifel. Und dann, er war tüchtig!
Die Burschen hier unten führten ein Leben für sich, was oben war, ging sie gar nichts an. Nun ja, heute gab es etwas zu tun — aber das hielt sie nicht ab sich in aller Gemütlichkeit über die Dummheiten zu unterhalten, die sie mit einer dicken Kellnerin in Brest getrieben hatten — hahaha!
Das Sprachrohr rasselte, und der Dampfer wurde in die Höhe geschleudert. Eine Sturzsee erschütterte ihn und er sank ein. Wohin sollte es noch gehen? Eine Weile stand er still, dann legte er sich bebend auf die Seite, so daß der Boden nahezu senkrecht stand und man sich mit Händen und Füßen festklammern mußte. Wir sagten kein Wort. Der Maschinist am Hebel sah wachsgelb aus unter der Rußschicht.
„Wenn jetzt der ‚kleine Kapitän‘ nicht bald ein Kommando gibt, dann ist er über Bord gegangen!“ sagte er und öffnete lauschend Mund und Augen.
„En route, nom de chien!“ rasselte das Sprachrohr.
XIX
Sobald Yann abgelöst wurde, war er vollkommen Privatmann und tat, als ginge ihn der ganze Kasten von einem Dampfer nichts mehr an.
Wir soupierten. Yann schnitt ungeheure Terrassen in den Brotlaib und den Käse und stopfte sich mit beiden Händen den Mund voll. Während er noch mit der rechten Backe kaute, trank er schon mit der linken aus der Flasche. Er verlor keine Minute Zeit, immer war er in voller Fahrt. „Iß und trink!“ rief er zuweilen. Armer Yann! Er hatte vollkommen die Stimme verloren. Während er sich mit der Zunge noch die Zähne reinigte, entkorkte er schon eine neue Flasche.
Dann nahm er eine Zigarre aus dem Schubfach, legte sich zurück und atmete ein paarmal tief auf.
„Haha!“ lachte er.