„Prost, Kapitän!“
„Haha!“ Yann zwinkerte gut gelaunt und ließ vor Vergnügen einen Wind streichen. Dann brach er in lautes, hustendes Lachen aus und machte sich ans Rauchen. Nun soll man nicht denken, daß Yann eine Zigarre ohne weiteres rauchte. Yann tat nichts ohne weiteres. Er schnitt in der Nähe der Spitze eine Kerbe in die Zigarre und hier zündete er sie an. „Hersehen! Ah, du wirst die Augen aufreißen! Es wird — hahaha! — ein Mönch wird es!“
Nach einigen Zügen glühte die Kerbe und das war, bei Gott, ein Mönch in der Kutte, mit einem glühendroten feisten Gesicht, und nun bekam er noch dazu graue Haare!
Yann betrachtete den Mönch mit verliebten Augen. „Hahaha! Siehst du ihn? Ein Pater, ein Franziskaner, ein Benediktiner, ein Kapuziner!“
Er lachte triumphierend.
Bis zur nächsten Wache blieben uns gute vier Stunden und so plauderten wir ein bißchen. Wir hatten nun gegessen und getrunken, so weit es nötig war, und nun tranken wir zum Vergnügen. Wir tranken puren Kognak aus einem flachen Blechtiegel und klommen Hand in Hand Sprosse um Sprosse empor. Der „Arbeiter“ stampfte und bebte und krachte in allen Fugen, als wolle er entzweireißen. Die Sturzseen klatschten über unseren Köpfen auf das Deck, und unsere kleine Petroleumlampe schwang sich quiekend im Ring und qualmte. Yanns Gesicht war ganz dunkel und aus seinem finstern Gesicht schimmerten hell, fast weiß seine wasserblauen Augen. Der brennende Mönch stank, als ob er Hufspäne und Haare im Leibe habe.
Die Unterhaltung begann. Wir konnten nie fünf Minuten sprechen, ohne uns in den Haaren zu liegen. Wir ruhten so bequem auf den Kojen, rauchten, aber sofort schnellten wir in die Höhe und brüllten einander an.
Da war zum Beispiel Yanns zweiter Maschinist lungenkrank und Yann hatte ihm den Rat gegeben, die Glut des Heizloches einzuatmen um die Bazillen zu töten.
Das hielt ich für falsch! Einfach für verkehrt!
„Die moderne Therapie erklärt große Wärme für Gift, geradezu — Yann!“