Nein, es war nicht gegen Yanns fünfundzwanzig Brüder und fünfzig Vettern aufzukommen, die über den ganzen Globus verstreut waren. Man mochte von Maschinen reden, von Astronomie, von Streichholzfabrikation, einerlei, immer hatte Yann einen Bruder vom Fach, der ihm brühwarm die neuesten Errungenschaften übermittelt hatte. Yann, Yann, man kann nicht mit dir debattieren! Yann aber riß stets die Fahne an sich und schwang sie triumphierend.

Dann erklomm er die nächste Sprosse, auf ihr begannen Scherzfragen und Kunststücke. Yann warf ein Dutzend Streichhölzer auf den Tisch, und nun ordne sie so, daß —

„Gehe in die Hölle, Yann!“

Yann aber ordnete die Streichhölzer wie es sich gehörte und lachte. Er wollte mir ja nur beweisen, daß ich nichts wußte, nichts, und nichts konnte, gar nichts. „Soll ich dir einen Fächer aus einem Stück Holz schnitzen?“

„Nein!“ Aber doch war ich gespannt, wie er das anstellen würde.

„Du wirst sehen. Auf den Segelschiffen macht man das.“

Yann stand auf und hielt rasch Umschau. Er schlug eine Leiste vom Kartenschrank und begann augenblicklich zu arbeiten. Eins, zwei, die Fetzen flogen. Er saß mit angezogenen Knien auf der Koje und hantierte sicher mit dem Messer, obgleich er unaufhörlich auf- und abtanzte. Zuweilen stemmte er das Knie gegen den Tisch um nicht zu mir herüber geschleudert zu werden. Zuerst schnitzte er einen Stab, den er an verschiedenen Stellen einkerbte — das gab die Verzierungen des Griffes und der Stäbe — dann schleißte er ihn in dünne Streifen von oben bis herab zum Griff, und diese Streifen drehte er vorsichtig auswärts. So! Fünf Minuten und fertig! Haha! Er fächelte sich kokett.

„Nächstens werde ich dir einen Dreimaster in eine Kognakflasche hineinschnitzen.“

„Gott beschütze mich!“

„Vollkommene Ausrüstung, mein Lieber!“