Creach brüllte dumpf und Rosseherre zitterte am ganzen Körper.

Ich erzählte ihr von den fernen Ländern, die ich gesehen hatte und wie merkwürdig die Leute dort waren. Sie hatten vielhundertjährige Schildkröten, mit Edelsteinen und Schmuck besetzt, und beteten sie an. Und sie hatten Götter, klein wie ein Däumling und wiederum groß wie der Phare von Creach.

Rosseherre hatte kaum zugehört, nun aber lächelte sie. „Das sind Heiden, meiner Treu!“

Dann mußte ich ihr von Paris erzählen. Von Paris konnte sie nicht genug hören. Sie wollte wissen, was ein Diner kostete und wieviel sie im Hotel für ein Zimmer verlangten. O, Diaul, wie unverschämt sie doch waren! Rosseherre lachte und doch zitterte sie dabei.

„Vielleicht gehen wir einmal zusammen nach Paris. Rosseherre?“

Sie sah mich mit großen Augen an. „Nach Paris?“

„Ja, weshalb nicht? Jeden Tag können wir fahren.“

Rosseherre lächelte und schüttelte den Kopf. „Paris? Es ist so weit, nie werde ich Paris sehen!“

Sie blieb lange still und teilnahmslos, ich konnte sagen, was ich wollte. Sie lauschte unausgesetzt. Einmal sagte sie: „Man hört Creach nicht mehr so laut, wie dicht der Nebel wird!“

Dann streichelte sie ganz mechanisch meine Hand. Sie sprach kein Wort. Sie kniete sich zu meinen Füßen auf den Boden nieder, legte das Gesicht auf meine Füße und umschlang sie mit den Armen, und so lag sie, ohne sich zu rühren. Das tat sie oft und ich wehrte es ihr nicht. All ihre Zärtlichkeit und Ergebenheit drückte sie damit aus.