Seine Gedanken verdichteten sich, ballten sich zusammen, die Stirn wurde düster.

Behutsam schob Jakob mit seinen großen, in weißen Wollhandschuhen steckenden Händen die neue Flasche Fachinger auf den Tisch.

„Der Wagen ist da?“

„Jawohl, Herr General!“

Und die Limousine zwitscherte die Tiergartenstraße hinunter zur Lessingallee. —

„Hoffentlich geben sie ihm bald ein Frontkommando!“ dachte Ruth, die sofort hinter dem General das Haus verließ. Sie hatte sich am Kemperplatz, ganz in der Nähe, mit jemand verabredet.

Beim Rolandbrunnen am Kemperplatz stand schon dieser Jemand und wartete. Er hob sich fast ebenso deutlich ab wie der Roland auf dem Brunnen selbst. Ruth lief wie ein junges Mädchen — lief dem Jemand in die Arme.

„Papa kam heute unvermutet zu Tisch“, sprudelte sie hervor. „Seine Laune wird immer schlechter. Wollte Gott, daß er bald wieder an die Front käme —“

„Wollte Gott, daß es bald keine Front mehr gäbe —“

„Ein herrlicher Abend, aber etwas kühl!“