„Was aber dann? Was dann?“
Im Nu hatte er die Füße auf den Boden gestellt. Er saß mitten im Mondlicht und blickte zum Fenster hinaus. Sein Schädel glänzte wie eine Quecksilberkugel, seine Augen schimmerten wie die Augen toter Fische, die schon lange liegen. Er lauschte in sich hinein, er grub in seinem Gehirn. Plötzlich begann sein gleißender Schädel zu dampfen, Rauch kräuselte aus seinen Augen. Eine Wolke glitt über den Mond. Wieder glänzte die Quecksilberkugel. Aber plötzlich saß er gänzlich ohne Kopf da. Der Mond glitt hinter einen Schornstein. Als er wieder ins Zimmer blendete, hatte Herr Herbst die Hälfte seines Volumens verloren. Er hatte den Havelock abgelegt.
Rasch, rasch riß er den Kragen und die kleine schwarze Binde ab und steckte den Kopf in eiskaltes Wasser. Der Mond funkelte.
Einen ungeheuren Gedanken hatte der Mond im Gehirn des kleinen Herrn Herbst wachgeblendet.
Er konnte gar nicht genug eiskaltes Wasser über seinen Kopf gießen. Fieberhaft rieb er sich ab, zog Kragen und Binde an.
„Ja, ja, weshalb nicht —?“ Rasch schlüpfte er in den Havelock.
„Ich werde —“
„Ich werde —“
„Ich werde ihn besuchen!“
Schon rannte er zur Türe hinaus. Halt! wohin? es ist mitten in der Nacht! Aber nichts hielt ihn zurück. Mit raschen Schritten eilte er die leere und verödete Fabriciusstraße hinab.