Der Blick des Generals kehrte wieder zum Schreibtisch zurück. Eine Stunde verging, zwei Stunden. Ohne jede Unterbrechung arbeitete er. Nur ein einziges Mal legte er sich in den Sessel zurück: dieser Schriftsatz war mit Randbemerkungen von Allerhöchster Hand versehen — frisch, lapidar, ganz im Geiste des Großen Friedrich. Behutsam, mit dem Ausdruck der Ehrerbietung legte er den Schriftsatz zur Seite.
Lautlos ging die gepolsterte Doppeltüre, und lautlos, bis auf ein leises Singen der Sporen, trat Weißbach ein. Es war Zeit für die Unterschriften, genau ein Viertel vor ein Uhr.
Noch immer diese leise, nicht mißzuverstehende Ziegelröte —
Weißbach näherte sich dem großen, ehrfurchtgebietenden Schreibtisch im Bogen und zögernden Schritts, um nicht zu plötzlich die Netzhaut des hohen Chefs zu treffen. Er verbeugte sich leicht bei jeder Unterschrift des Generals, während er die Tinte mit dem Löscher trocknete.
Dann erhob sich der General und ging zu seinem Mantel.
Jeden Tag, seit Monaten, spielte sich bei dieser Gelegenheit, zweimal am Tage, vormittags und nachmittags, die gleiche Szene ab.
Der Adjutant näherte sich dem General.
„Herr General gestatten?“
„Danke, es geht noch allein, Gott sei Dank.“
Lächeln des Hauptmanns, Verbeugung, stärkeres Klirren der Sporen.