Unsicher trat Herr Herbst in seinem verknüllten schwarzen Gehrock ins Zimmer, den Zylinder in der Hand. Er verbeugte sich tief, voller Ehrerbietung.

In dieser Verbeugung verharrte er ungewöhnlich lange. Er erwartete irgendein Wort. Dann richtete er sich verlegen auf und blickte dem General mit seinen entzündeten tränenden Augen ins Gesicht, ohne irgend etwas zu sehen.

Der General räusperte sich, und Herr Herbst beantwortete dieses Räuspern mit einer neuen, wenn auch weniger tiefen Verbeugung.

„Bitte“, sagte der General, etwas unsicher und mürrisch und deutete auf einen Sessel. Rot funkelte die Sonne ins Zimmer.

Herr Herbst nahm auf der Kante des Sessels Platz, hielt den Zylinder in der Hand und begann zu zittern . . .

Ja, er zitterte. Seine Zähne schlugen aufeinander. Der Sessel schwankte, er fürchtete auf den Boden zu stürzen. Feuer blies aus der Wand.

Rot wie ein Gebirge bei Sonnenuntergang leuchtete das breite Gesicht des Generals im Schein der sinkenden Sonne. Riesenhaft wie ein Gebirge erschien der General Herrn Herbst in diesen Sekunden schrecklichster Angst.

Der — „Blut-Hecht!“ Wie? Ja, er — so nannten ihn seine Soldaten . . .

Erst jetzt, da es zu spät war, begriff er, was er gewagt hatte, wem er sich gegenüber befand.

Der . . .