Aber der General konnte sie gar nicht gehört haben, kaum, daß sie bis in seine eigenen Ohren drangen.
Das Gesicht des Generals wurde fahl und erdig. Die Sonne war fort. Starr stand er vor ihm, unerbittlich, schweigend, und die Augen forschten — kalt, ohne Erbarmen.
Hastig bewegte er von neuem die Lippen. Aber obschon er diesmal eine bestimmte Redewendung, die mit „Bitte gehorsamst“ begann, auf den Lippen formte, flüsterten seine Lippen, ganz gegen seinen Willen, die gleichen furchtbaren Worte wie vorher:
„Geben Sie mir meinen Sohn wieder!“
Diesmal schon etwas vernehmbarer.
Er fuhr zusammen, erschauerte, suchte nach dem Taschentuch.
Da erklang die Stimme des Generals. Ruhig und beherrscht — mit jener doppelten Ruhe und Überlegenheit, die sich ganz von selbst bei allen Menschen von nicht seltener Güte einem zitternden Menschen gegenüber einstellt.
„Sie haben mir neulich geschrieben?“ sagte die ruhige und überlegene Stimme.
„Bitte gehorsamst, Exzellenz!“
„Sie haben mir geschrieben — Ihr Sohn, wenn ich mich recht erinnere —?“