„Es waren außerordentlich schwere Kämpfe — es ist natürlich gänzlich unmöglich für einen Laien, sich ein Bild zu machen. Zumal, da Sie ja die Verhältnisse an der Front nicht kennen.“ Einen letzten Versuch machte der General, den kleinen alten Mann zu beruhigen.

Verstört, entgeistert schwankte Herr Herbst auf seinen dünnen Beinen.

„Sie haben also den Befehl gegeben? Und dann mußte er — da hinauf —?“ fragte er mit pfeifender Stimme.

Betreten richtete sich der General auf. Drohung ging plötzlich von diesem verzerrten, kalkweißen Gesicht aus.

„Was soll diese Frage?“ rief er, und schon funkelten seine Augen. Seine Geduld war zu Ende. Genug mit diesem Burschen!

Aber plötzlich funkelten auch die Augen des kleinen Herrn Herbst, schneeweiß glitzerten sie. Haß glitzerte aus ihnen, Haß, unergründlich.

Er warf die Hände in die Luft, mit einer wilden, erschreckenden Bewegung, und schleuderte dem General ein fürchterliches Wort entgegen.

„Mörder!“

Der General wich zurück und erbleichte.

Aber der kleine alte Mann schwang wieder die Hände, und abermals schrie er: „Mörder! Mörder!“